Gisbert Haefs
Gabriele Haefs

Hanswilhelm Haefs




Gemeinsame Lesung der Geschwister Haefs

Gisbert Haefs “Finaler Rettungskuss”
Gabriele Haefs “Auf der Suche nach Ibsens Badewanne”
Hanswilhelm Haefs “Handbuch des unnützen Wissens”

Freitag, 20.9.2013, 20 Uhr

Dem Kulturkreis ist es gelungen, die drei bekannten Autoren und Übersetzer, die als Familie einige Jahre in Wachtendonk lebten bzw. hier geboren sind, für die Auftaktveranstaltung des Literaturwochenendes zu gewinnen.

Gisbert Haefs

Jahrgang 1950, geboren in Wachtendonk, lebt und schreibt heute in Bonn; als Übersetzer/Herausgeber verantwortlich für Borges, Kipling, Brassens, Dylan u.a., als Autor haftbar für Erzählungen, historische Romane (Hannibal, Troja, Raja, Die Rache des Kaisers, Das Labyrinth von Ragusa u.a.) und Krimis (Matzbach).

Den Niederrheiner Gisbert Haefs muss man eigentlich zu den Großen der deutschen Kriminalliteratur zählen. Bereits 1981 begann er mit den Romanen um Baltasar Matzbach, einer Figur, die man bis dato eigentlich nur aus englischen Whodunits kannte. Kombiniert mit viel Ironie und Gefühl für kunstvolle Sprache stand und steht Haefs im krassen Kontrast zu allem, was man sonst vom deutschen Krimi kennt. Aufgrund seiner Wortwahl mag es für manche Leser antiquiert klingen, aber Haefs´ Sprache ist kunstvoll, sein Wortschatz schier unbegrenzt. Keine Seite überschlägt der Leser, sondern erfreut sich an jedem neuen Wortwitz des Niederrheiners. Dazu baut der Autor eine tagesaktuelle Thematik ein und weder nervt, noch langweilt er mit mit seiner Vorliebe für Sprachspiele. Ganz im Gegenteil: Mit ungefähr 200 Seiten ist dieser Roman nicht nur knackig kurz, sondern auch äußerst kurzweilig und überrascht mit Action, die so zu einem Whodunit gar nicht gehört. Ein großes Kompliment an den Verlag, dass Haefs´ Krimis wieder erhältlich sind und noch mehr dafür, dass die Geschichte weitergeht. Sprachwitzig, intelligent, humorvoll, kurzweilig, schlichtweg gekonnt!
Krimi-couch.de, Lars Schafft (zu FINALER RETTUNGSKUSS und allgemein zur Matzbach-Reihe bei KBV)

Gabriele Haefs

Dr. Gabriele Haefs, Jahrgang 1953, geboren in Wachtendonk am Niederrhein, aufgewachsen in Bad Godesberg, aus Studiengründen in Hamburg gelandet: Die rheinische Gelassenheit mischt sich deshalb inzwischen mit hanseatischem Temperament. Studium in Bonn und Hamburg in den Fächern Volkskunde, Sprachwissenschaft, Keltologie und Skandinavistik, Promotion 1982 mit einer Arbeit über irische traditionelle Musik und deren Rezeption und Vermarktung. Nach einigen Jahren als Verlagslektorin freie Übersetzerin und Autorin. Gabriele Haefs gilt als eine der der bedeutsamsten Übersetzer aus skandinavischen Sprachen und hat bislang 331 Romane aus nordischen und keltischen Sprachen ins Deutsche übesetzt.

Aktuelle Buchveröffentlichung: „Auf der Suche nach Ibsens Badewanne“- eine andere Art Stadtführer zu Oslo (zusammen mit Anne Bubenzer) im Picus Verlage

Hanswilhelm Haefs

Hanswilhelm Haefs wurde 1935 in Berlin geboren, lebte 1945-1953 in Wachtendonk und studierte später in Bonn, Zagreb und Madrid. Seine Reisen führten ihn u. a. in die USA, nach Kanada, Israel und China. Haefs gründete die Deutsche Marco-Polo-Gesellschaft und lebt heute als Übersetzer, Herausgeber und Autor zahlreicher Bücher in der Alten Schule zu Atzerath in Belgien.

Aus ungezählten Lesefrüchten aus ca. 30 Jahren entstand dann das Handbuch des nutzlosen Wissens -informativ, witzig, skurril, kurios-, das bisher in 5 Bänden erschien, von denen Band 1 bereits 18 Auflagen erreichte.

Bürgerhaus “Altes Kloster”